YouTube kündigt Partnerprogramm bestehender Partner!

YouTube kündigt Partnerprogramm bestehender Partner!

20. Januar 2018 Aus Von Christian Derr

Wenn Du YouTube-Creator bist, wirst du dich über eine Mail in deinem Postfach besonders geärgert haben. Wenn du kein YouTube-Creator bist, wirst du keinen Sinn mehr im Erstellen eines eigenen Kanals sehen.

YouTube kündigt derzeit alle Verträge mit YouTube-Partnern auf, welche keine 1000 Abonnenten haben und mindestens 4000-Stunden Videomaterial anbieten können. Dies bedeutet so viel wie, dass man seine bisherige Arbeit nicht mehr mit Werbeanzeigen monetarisieren kann. Wer bereits seit Jahren ein bestätigter Partner bei YouTube ist, darf also mit der aktuellen Aufkündigungswelle im weitesten Sinne von Vorne anfangen und muss nun wieder um jeden einzelnen Abonnenten kämpfen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man nun bereits schon über 1000 Abonnenten oder anders herum die 4000 Stunden Videomaterial nachweisen kann. Wenn eine der beiden Bedingungen nicht erfüllt ist, gibt es keine Partnerschaft.

Angeblicher Hintergrund dieser Änderung liegt in der Vergangenheit. YouTube hatte durch einige Content-Ersteller bereits große Werbepartner verloren, da die Werbeanzeigen in unpassenden Videos gezeigt wurden (z.B. in Content, wo Menschen getötet wurden oder politische Themen aufkamen). Nun trifft es leider auch die, die nichts für solchen Content können und immer brav darauf geachtet haben, was sie ihren Zuschauern zeigen. Das Problem an dieser neuen Regelung jedoch ist, dass nun nur noch YouTuber, die bereits genug Abonnenten haben und genug Geld mit ihren Kanälen verdienen, dies auch weiterhin dürfen (selbst wenn der Content nicht wirklich werbefreundlich ist). YouTuber, die hingegen jeden Tag um jeden einzelnen Abonnenten und Cent durch eine Werbeeinnahme kämpfen, werden einfach ausgeschlossen, selbst wenn der Content viel werbefreundlicher ist. Eine nachvollziehbare Logik erschließt sich also nicht wirklich aus dieser Maßnahme und stellt somit einfach nur eine ungerechte Behandlung und im schlimmsten Falle eine Diskriminierung dar.

Die YouTube-Belegschaft scheint noch nicht klar geworden zu sein, dass ihre Mitglieder erst diejenigen waren, die YouTube zu dem gemacht haben, was es heute ist. Durch die hohe Anzahl verärgerter Benutzer, kann dies ganz schnell nach hinten losgehen und andere Plattformen werden YouTube in Zukunft übertreffen. Auf allen YouTube-Kanälen (bei Facebook und Twitter) beschweren sich bereits Unmengen Benutzer wegen der neuen Richtlinie und Aufkündigung ihrer Kanäle. YouTube selbst scheint dies nicht zu interessieren, denn sie überspielen dies Beschwerden mit Themen, wie etwa „Dinge, die in Norwegen illegal sind“ oder mit „Es ist Winnie Pooh Tag“.

Wir werden für Euch weiter in diesem Thema recherchieren und euch am laufenden halten, sobald die YouTube-Geschäftsführung dazu äußern sollte.

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